


Abschnitt V Reparaturwerkzeug für HW-Getriebe
Die Wartungswerkzeuge zur Reparatur des HW-Getriebes von Sinotruck haben folgende Form und Anwendung:
1. Kraftsparender Schraubenschlüssel (G01).
Die Verbindungsschraube der Ausgangsflanschmutter des HW-Getriebes wird mit 1260 Nm angezogen.
Beim Demontieren oder Anziehen ist dies selbst mit Verlängerungshebel schwierig, insbesondere
bei der Demontage vor Ort. Wie in Abbildung 1a dargestellt, besteht der kraftsparende Flanschmutternschlüssel
aus mehreren Komponenten: Mehrfachkraft, Mehrfachkraftstütze, Flanschmutter-Spannkopf,
Gleitschiene, Gleitkopf und Schraubenschlüsselhebel. Die Mehrfachkraft ist eine Planetenrad-Mehrfachkraft,
die ein Eingangsdrehmoment von 1 Nm in ein Ausgangsdrehmoment von 4,5 Nm umwandelt. Wie in Abbildung
1b gezeigt, wird bei der Demontage der Flanschmutter zunächst der Spannkopf (G14) mit
S=60 mm auf die Flanschmutter gesetzt und dann die Stütze mit zwei Flanschschrauben am
Flansch des Quergetriebes befestigt. Das viereckige Ausgangsende der Mehrfachkraft wird in den
Spannkopf eingeführt, und das Sechskant der Mehrfachkraft wird in das Innensechskant der Stütze
eingesetzt und dort fixiert. Anschließend wird die Mehrfachkraft auf der Stütze befestigt. Mit einem
Ratsche oder Führungsstangenkopf und Schraubenschlüsselhebel wird das Eingangsende der Mehrfachkraft
in Löserichtung gedreht, wodurch die Flanschmutter problemlos entfernt werden kann.
2. Hängegerüst für Zusatzgetriebe (G02)
Abbildung 2a zeigt das Hängegerüst für das Zusatzgetriebe. Bei Reparatur und
Demontage des Getriebes sowie zur Trennung von Haupt- und Zusatzgetriebe
ist dieses Gerät sehr praktisch.
Vor der Demontage des Getriebes wird zunächst der kraftsparende Schraubenschlüssel verwendet, um die Flanschschrauben
zu lösen, dann wird der Dichtstopfen aus dem Ausgangswellenloch gezogen, anschließend wird die Befestigungsmutter
der Hauptwelle im Ausgangswellenloch mit einem Verlängerungsstab gelöst und dann mit Flanschschrauben
montiert. Wie in Abbildung 2b gezeigt, werden zwei Flanschschrauben verwendet, um das Hängegerüst und die Ausgangsflanschmutter
des Getriebes zu befestigen. Mit dem Hängegerüst wird das Getriebe
aufgerichtet. (Hinweis: Beim Aufrichten des Getriebes sollte ein Holzblock unter das
Getriebegehäuse gelegt werden, um die Eingangswelle freizuhalten und Beschädigungen zu vermeiden).
Wenn das Zusatzgetriebe demontiert werden muss, werden zunächst die Schrauben gelöst, die
Haupt- und Zusatzgetriebe verbinden. Es muss sichergestellt werden, dass die Befestigungsmutter der
Hauptwelle im Zentrierloch der Ausgangswelle bereits entfernt wurde (dies ist sehr
wichtig, da bei gewaltsamer Trennung von Haupt- und Zusatzgetriebe ohne vorherige Demontage
der Befestigungsmutter die Hauptwelle beschädigt werden kann). Anschließend werden zwei
M10-Gewindestifte verwendet, um das Zusatzgetriebe vom Gehäuse des
Hauptgetriebes zu trennen. Wie in Abbildung 2c gezeigt, wird das Hängegerüst verwendet, um das Zusatzgetriebe
vom Hauptgetriebe zu trennen.

3. Auszieher (G03) für Planetenstützlager (G020)
Der Auszieher besteht aus zwei halbkreisförmigen Klemmbuchsen, einer Stützplatte, einem
Auswurfschraubengewinde, einer Klemmbuchse und weiteren Teilen (siehe Abbildung 3a). Zunächst
werden die beiden halbkreisförmigen Klemmbuchsen des Ausziehers auf das Lager gesetzt,
die beiden Klemmbuchsen werden mit einer Fixierhülse angezogen, die Stützplatte wird
an zwei Zugstangen befestigt, und die runde Endkappe am Ende der Wellenhülse wird blockiert.
Die Auswurfschraube wird angezogen, sodass das Gewindeende der Auswurfschraube in der Mitte
der Endkappe steht. Mit einem Schraubenschlüssel wird die Auswurfschraube angezogen, um das Lager
unbeschädigt zu demontieren (siehe Abbildung 3b).
4. Auszieher für Hochschaltkegelrad und Synchronisator-Zahnradsitz (G04).
Da das Hochschaltkegelrad des Zusatzgetriebes heiß auf die Ausgangswelle
aufgezogen ist, muss ein Spezialwerkzeug verwendet werden, um es bei Normal temperatur
zu entfernen. Wie in Abbildung 4a gezeigt, besteht der Auszieher aus zwei halbkreisförmigen Köpfen,
einer Platte, einer Zange, einer Platte und einem Gewinde sowie einer 20-Tonnen-Hydraulik-Rama.
Bei der Demontage wird zunächst die Auszieherplatte,
der Stab und die Hydraulik-Rama auf das Hochschaltkegelrad gesetzt, dann werden die beiden halbkreisförmigen
Auszieherköpfe auf den Flansch des Hochschaltkegelrads gesetzt. Hinweis: An der Vorderseite
des Auszieherkopfes befindet sich eine ringförmige Nut, in die der nach oben gerichtete Flansch der Kegelradscheibe
eingreift. Schließlich wird die Druckplatte auf das Zentrierloch der Ausgangswelle gelegt. Durch Drehen
der Hydraulik-Rama wird deren Druckkopf in die Mitte der Platte gestützt. An der Hydraulik-Rama befindet sich
ein schwarzer Schalter, die Schraube wird angezogen, und mit einem Hebel wird der Rama-Kolben auf und ab bewegt,
wodurch das Hochschaltkegelrad problemlos herausgezogen wird. Durch Lösen des Rama-Knopfs fährt der Kolben automatisch
zurück. Das herausgezogene Hochschaltkegelrad ist in Abbildung 4c dargestellt. Bei der Demontage des Hochschaltkegelrads
ist darauf zu achten, dass es nicht schief gezogen wird.
Mit demselben Auszieher und derselben Methode kann der Synchronisator-Zahnradsitz demontiert werden.
Vor der Demontage wird zunächst der elastische Sperrring vom
Synchronisator-Zahnradsitz entfernt, dann wird der Synchronring unter dem Zahnradsitz angehoben, die
beiden halbkreisförmigen Auszieherköpfe werden auf den Zahnradsitz und den Kegelring gesetzt, und die Klemmhülse
wird auf dem Auszieherkopf positioniert. Durch Drücken des Hydraulik-Rama-Kolbens können der Zahnradsitz
und der Synchronring problemlos herausgezogen werden.
Hinweis: Der Hydraulik-Rama-Kolben ist nur 50 mm lang, daher darf die Ausziehentfernung 40 mm nicht überschreiten.
Falls die Ausziehentfernung nicht ausreicht, wird der Rama-Knopf gedreht, um den Kolben zurückzufahren, und dann die Rama
vollständig gedreht, um den Kolben erneut gegen die Druckplatte zu stützen. Falls der Rama-Hub immer noch nicht ausreicht,
kann eine längere Druckplatte verwendet werden.
Abbildung 4c: Demontiertes Hochschaltkegelrad Abbildung 4d: Demontierter Synchronisator-Zahnradsitz
5. Auszieher (G05) für vorderes und hinteres Lager der Nebenwelle.
Bei der Demontage der Nebenwelle des Hauptgetriebes und dem Austausch der vorderen und hinteren
Lager der Nebenwelle kann der Auszieher verwendet werden. Da die vorderen und hinteren Lager
die gleiche Größe haben (nur das vordere Lager hat eine Sicherungsringnut, das hintere nicht),
kann ein Auszieher für beide verwendet werden. Vor der Demontage wird zunächst der Sicherungsring
(vorderes Lager) entfernt, dann werden die beiden halbkreisförmigen Auszieherplatten auf den Lagerflansch gesetzt,
die Klemmhülse wird zur Positionierung auf die Auszieherplatten gesetzt, der Auszieherstab und das Gewinde
werden an den beiden Stangen befestigt, das Gewinde wird angezogen (siehe Abbildung 5b für die Demontage des hinteren Lagers
ohne Sicherungsring), und das Lager kann problemlos herausgezogen werden.
6. Auszieher für Leerlaufradachse (G06)
Wie in Abbildung 6a gezeigt, besteht der Auszieher für die Leerlaufradachse (Mittelachse des Rückwärtsgangs)
aus einem Griff, einem Auszieherstab und einem Gleithammer. Bei der Demontage der Mittelachse des Rückwärtsgangs
wird zunächst das M12-Gewinde am vorderen Ende des Auszieherstabs in das Gewindeloch der Mittelachse des
Rückwärtsgangs eingeschraubt, dann wird, wie in Abbildung 6b gezeigt, der Gleithammer kontinuierlich angehoben,
um die Mittelachse des Rückwärtsgangs problemlos herauszuziehen.

7. Sicherungsringzange (G07)
Da im Getriebe viele nicht standardisierte Sicherungsringe verbaut sind, wird eine spezielle Zange
für Demontage und Montage benötigt. Wie in Abbildung 7b gezeigt, wird die Sicherungsringzange
zur Demontage des äußeren Sicherungsrings des Lagers der Eingangswelle verwendet.

8. Auszieher (G08) für Eingangswellenlager (6213N).
Beim Austausch oder der Demontage des Lagers der Eingangswelle (erste Welle) ohne vollständige
Demontage des Getriebes kann der Auszieher für die Eingangswelle (erste Welle) verwendet werden. Wie in
Abbildung 8a gezeigt, besteht der Auszieher aus einer Auszieherplatte, einem Auszieherstab, einem Gewinde
und zwei Verlängerungsstützen. Vor der Demontage werden zunächst die Innen- und Außensicherungsringe
der Eingangswelle (erste Welle) entfernt, mit einem Kupferstab wird das vordere Gehäuse des Getriebes
angeschlagen, um das Lager etwas herauszudrücken, die beiden halbkreisförmigen Auszieherplatten
werden auf die Sicherungsringnut des Lagers gesetzt, die Klemmhülse wird zur Positionierung auf die
Auszieherplatten gesetzt, dann werden die beiden Verlängerungsstützen, die Auszieherplatte und das
Gewinde montiert, das Gewinde wird angezogen, und das Lager kann problemlos herausgezogen werden.

Abbildung 8a: Auszieher für Eingangswelle Abbildung 8b: Demontage des Lagers der Eingangswelle
9. Rohrverarbeiter (G09)
Bei der Remontage der Planetenstützeinheit wird, wie in Abbildung 9b gezeigt, der Rohrverarbeiter
und ein Kupferhammer verwendet, um die Planetenstütze anzuschlagen und die Planeten in Position
zu bringen. Dieser Rohrverarbeiter kann auch zum Anschlagen und Montieren des Lagers der Eingangswelle
(Abbildung 9c) und des Tachometer-Schneckenrings (Abbildung 9d) verwendet werden.


10. Druckplatte für Ausgangswellendichtung (G11)
Wie in Abbildung 11a gezeigt, handelt es sich um die Druckplatte für die Ausgangswellendichtung. Bei der Montage
der Ausgangswellendichtung wird zunächst die Dichtung in die Platte eingesetzt, dann wird die Druckplatte verwendet,
um die Dichtung in den Enddeckel der Ausgangswelle zu drücken (siehe Abbildung 11b).

11. Stempelstange für Innendichtung des kleinen Enddeckels (G12)
Am kleinen Enddeckel des Schalthaus-Deckels sind Innen- und Außendichtungen angebracht. Wie in
Abbildung 12b gezeigt, wird bei der Montage die Innendichtung auf das Ende der Stempelstange gesetzt
und dann mit der Stempelstange in den kleinen Enddeckel gedrückt.

12. Stempelstange für Außendichtung des kleinen Enddeckels (G13)
Wie in Abbildung 13b gezeigt, wird die Außendichtung auf das Ende der Stempelstange gesetzt
und dann mit der Stempelstange in den kleinen Enddeckel gedrückt.

14. Rohrverarbeiter für Flanschschrauben (S=60mm) (G14)
Die Ausgangsflanschmutter wird mit einer Außensechskant-Flanschschraube (Gegenstück S=60mm) befestigt.
Der Rohrverarbeiter für die Ausgangsflanschmutter, wie in Abbildung 14a gezeigt, ist ein spezieller
Innensechskant-Rohrverarbeiter, der mit einem Drucklufthammer (Druckluftschrauber) oder
einem Verlängerungshebel verwendet werden kann und gleichzeitig mit dem kraftsparenden Schraubenschlüssel
kombiniert wird.

15. Messplatte (G15)
Um die axiale Stabilität der Hauptwelle zu gewährleisten, muss bei Reparaturen und Austausch
folgender Teile, wie der Hauptwelleneinheit mit Kugelkopf, dem Mittelgehäuse des Getriebes,
der Planetenstützeinheit im Zusatzgetriebe, den Lagern 61820 und 63/22, dem Distanzring,
der Hochschaltkegelradeinheit, der Ölleitringeinheit, dem hinteren Getriebegehäuse usw.,
der genaue Abstand vom Dreiganggetriebeende zur Vorderseite des Hauptgetriebegehäuses
gemessen werden, um die Dicke der axial verstellbaren Unterlegscheibe der Hauptwelle zu bestimmen.
Wie in Abbildung 15a gezeigt, handelt es sich um eine spezielle Messplatte.
Hinweis: Auf der Oberseite der Messplatte sind die genauen Maße der Plattendicke angegeben. Beim Messen
wird zunächst das Mittelgehäuse probeweise auf die Zusatzgetriebeeinheit gesetzt und in Position gebracht.
Wie in Abbildung 15b gezeigt, wird eine vorausgewählte verstellbare Unterlegscheibe auf die Hauptwelle montiert
(um ein Herunterfallen der Unterlegscheibe und des Innensechskantschlüssels zu verhindern, wird Fett auf die
Kontaktfläche aufgetragen, damit sie an der Hauptwelle haften bleiben). Dann wird die Verzahnung der Hauptwelleneinheit
auf die Sonnenradverzahnung der Zusatzgetriebeeinheit gesetzt und in Position gebracht. Eine Seite der Messplatte
mit den Dickenmarkierungen wird nach oben gerichtet, und die Lochungen an beiden Seiten der Messplatte werden
auf die Positionierstifte der Gehäuseendfläche gesetzt. Die Befestigungsschraube der Hauptwelle wird in das
Zentrierloch der Messplatte eingeführt, dann wird eine Dichtungspapiermanschette zwischen Mittel- und Vordergehäuse
auf die Ebene des Messlochs gelegt, und der Abstand von der Dichtungspapiermanschette zur oberen Spitze des Zahnrads
wird mit einer Tiefenmesslehre durch das Messloch gemessen.

16. Flanschmutternauszieher (G16)
Vor der Demontage des Getriebes muss häufig die Flanschmutter der Ausgangswelle entfernt werden.
Wie in Abbildung 16a gezeigt, besteht der Flanschmutternauszieher aus einer 10-Tonnen-Hydraulik-Rama,
einer Auszieherplatte und zwei Auszieherstangen, wobei ein Ende der beiden Auszieherstangen mit einer M18-Mutter
an der Auszieherplatte befestigt ist und das andere Ende ein Innengewinde M14 aufweist. Wie in Abbildung 16b
gezeigt, wird zunächst die Flanschmutter und die Unterlegscheibenplatte entfernt, dann wird die Druckplatte
auf das Zentrierloch der Ausgangswelle gelegt (Hinweis: Die Druckplatte darf den Stift der Ausgangswelle und die
Unterlegscheibenplatte nicht beschädigen). Dann werden zwei symmetrische M14-Schrauben am Flansch verwendet,
um die beiden Auszieherstangen zu verbinden. Die Hydraulik-Rama wird gedreht, sodass ihr Druckkopf die Mitte der Platte
stützt, dann wird der Rama-Knopf fest angezogen, und mit einem Hebel wird der Rama-Kolben auf und ab bewegt,
wodurch der Flansch problemlos herausgezogen wird. Hinweis: Beim Verbinden der Flanschschrauben mit den beiden
Auszieherstangen müssen diese die gleiche Länge haben, da der Flansch sonst schief gezogen wird.

Abbildung 16a: Flanschauszieher Abbildung 16b: Demontage des Flansches mit dem Auszieher
Dieser Auszieher kann die 10-Tonnen-Hydraulik-Rama und die Auszieherplatte mit dem Auszieher für das Hochschaltkegelrad teilen.
17. Auszieher (G17) für Ausgangswellenlager (6218)
Bei der Demontage der Planetenradvorrichtung des Zusatzgetriebes müssen zunächst der Sensor-Schneckenring
und das Lager (6218) der Ausgangswelle des Tachometers entfernt werden. Falls Lager und Schneckenring zu eng
verbunden sind, muss ein spezieller Auszieher verwendet werden. Wie in Abbildung 17a gezeigt, handelt es sich
um einen solchen Auszieher. Wie in Abbildung 17b gezeigt, wird vor der Demontage zunächst der halbkreisförmige
Auszieherkopf auf das Lager gesetzt, wobei der Ringgrat des Auszieherkopfs in den Spalt zwischen Lager und
Enddeckel greift. Dann wird die Klemmhülse auf den Auszieherkopf gesetzt, mit einer 10-Tonnen-Hydraulik-Rama
und der Auszieherplatte werden zwei Auszieherstangen befestigt, dann wird die Hydraulik-Rama gedreht, sodass
der Druckkopf der Rama die Auszieherplatte im Zentrierloch der Ausgangswelle stützt. Der Knopf wird fest
angezogen, und mit einem Hebel wird der Kolben auf und ab bewegt, wodurch das Ausgangswellenlager
problemlos herausgezogen wird.


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